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Gedanken über Coaching und Persönlichkeitsentwicklung, Mann-Sein
und Beziehung, Kopf und Herz, Beruf und souveränes Auftreten

Frauen, wollt Ihr ewig Opfer sein?

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Vor ein paar Tagen geisterte eine Meldung durchs Netz, die zu wissen glaubte, warum Frauen so selten in Führungspositionen aufsteigen: Ihre (Ehe-) Männer wären schuld, weil sie ihre Frauen nicht genügend unterstützten. – Alles Schnee von gestern.

Heute weiß die TU München, dass die wahren Schuldigen ganz woanders zu finden sind – nämlich bei den Adjektiven:

„Waren in der (Stellen-) Ausschreibung viele Eigenschaften genannt, die mit Männern in Verbindung gebracht werden, fühlten Frauen sich weniger angesprochen und wollten sich seltener bewerben. Zu diesen Eigenschaften zählen etwa ‚durchsetzungsstark’, ‚selbstständig’, ‚offensiv’ und ‚analytisch’. Stärker angesprochen fühlten sich Frauen von Wörtern wie ‚engagiert’, ‚verantwortungsvoll’, ‚gewissenhaft’ und ‚kontaktfreudig’.“

Ergänzt wird die Studie durch einen Verweis auf eine Umfrage in den USA. Demnach trauten Frauen „sich selbst und anderen Frauen in diesem Bereich durchschnittlich weniger zu als Männer sich selbst und ihren Geschlechtsgenossen.“

Ergo, so die Schlussfolgerung der Forscherinnen: Männer sollten künftig sprachlich weiblicher agieren, um Frauen zu motivieren, sich um Führunsposten zu bewerben.

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Jetzt frag ich mich, was mehr Sinn macht:

 olly - Fotolia.com-45948995Die Unternehmen dazu zu bewegen weiblichere Stellenanzeigen aufzusetzen – wie immer die in der Praxis klingen mögen – oder an Führungspositionen interessierten Frauen zuzumuten, Führungskompetenzen wie Durchsetzungsstärke, Selbständigkeit oder Offensivität zu entwickeln bzw. dafür zu sorgen, dass sie einschränkende Glaubenssätze – ich kann das nicht, ich darf das nicht, das ist doof – über Bord zu werfen?

Ja, die Arbeitswelt ist in ihren Strukturen männlich geprägt, und da darf sich einiges ändern. Und ja, unsere Wirtschaft vergeudet eine Menge Potenzial und Kompetenz, wenn sie Frauen weiterhin in großem Stil außen vor hält.

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Gerade deshalb bin ich davon überzeugt, dass Debatten, die nach Schuldigen suchen, warum Frauen nicht dahin gelassen werden, wo sie hin wollen sollen, die alten Strukturen mehr festigen als aufweichen. Denn wer ferngehalten WIRD, ist passiv, ein Opfer. Wer aber FÜHREN will, darf vieles sein, nur kein passives Opfer!

Markus Theunert hat in seinem Buch „Co-Feminismus“ gut auf den Punkt gebracht, wie sich an dieser Stelle konservativ denkende und gender-gestählte Feministinnen in einer unheiligen Allianz in die Hände spielen:

Alle paar Wochen wird ein neuer Nebenkriegsschauplatz aufgemacht, auf dem man medial empört toben kann. Das gibt den Gender-Feministinnen bezahlte Posten und den Männern von gestern die Beruhigung Frauen zu fördern und ihnen etwas vom Kuchen abzugeben.

So wird das Täter-Opfer-Schema weiter aufrecht erhalten und verführt in seiner Struktur zu Feigheit und Bequemlichkeit – beides Eigenschaften, die einer Führungskraft nicht gut zu Gesichte stehen.

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 andrewgenn - Fotolia.com-34169288Fazit: Viele Frauen dürfen lernen, ihre Selbstliebe, ihren Selbstwert und ihr Selbstbewusstsein noch stärker zu entwickeln und ehrlich für sich zu klären, ob sie wirklich Positionen einnehmen wollen, in denen sie vorrangig o.g. Eigenschaften zeigen müssen. Wollen sie das, dann müssen sie das Spiel mitspielen. Wollen sie das nicht, ist das auch ok, und dann dürfen sie die Größe haben, dies nicht ihren Ehemännern oder fiesen Adjektiven in die Schuhe zu schieben (davon abgesehen hindert sie niemand daran, selber Unternehmen zu gründen, in denen dann weiblicher geführt wird).

Fazit 2: Die Männer, die über die Vergabe von Führungspositionen entscheiden, sollten sich dringend die alten Reflexe verbeißen, die gläserne Decke durchlässiger und die Arbeitswelt insgesamt menschlicher gestalten. Denn mit dem einseitigen Höher-Schneller-Weiter machen sie unsere Welt auf allen Ebenen schlicht kaputt.

Fazit 3: Als angenehmer Nebeneffekt würde damit sowohl Frauen-Hassern als auch den nervenden und vom Kern ablenkenden Debatten des Empörungs-Feminismus viel Boden entzogen.

 

TU München

Rezension „Co-Feminismus“

 

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Top-10-Liste… Für Tagungsraumvermieter

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Die Top-10-Liste für Tagungsraumvermieter, oder:
Wie Sie verwöhnte Trainer und Seminarleiter garantiert auf Spur kriegen

  1. Lassen Sie sich niemals unter Druck setzen! Platzieren Sie zentrale Informationen unmissverständlich und mit weithin sichtbar hochgezogenen Augenbrauen: 
„Also, um 8.00 Uhr, da ist hier noch keiner.“

  2. Motivieren Sie Ihre Trainer zu ökologischem Verhalten, und rücken Sie nie mehr 
als 2 Flipchart-Papiere auf einmal raus. Verbinden Sie dies mit dem Hinweis, dass man zunächst die Rückseiten beschreiben möge – „Nein, da scheint nix durch!!“

  3. Bieten Sie Ihren Trainern kleine Adventure-Häppchen und Quiz-Duelle.
Besonders beliebte Spielansagen sind: „Natürlich sind die Marker frisch gefüllt“, „Unser Beamer funktioniert mit allen gängigen Laptops“ und „Selbstverständlich können Sie jederzeit einen von der Haustechnik erreichen“.

  4. Zeigen Sie sich puristisch – das erweckt den Eindruck von Stil und Raffinesse: 
Wenn ein Trainer unbedingt meint, verschwenderisch sein zu müssen, dann soll er Extras wie Flipchart, Metaplanwand und WLAN gefälligst auch extra bezahlen!
„Wie, Sie brauchen ZWEI Flipcharts!?“

  5. Zeigen Sie Ihre langjährige Erfahrung – und richten Sie den Seminarraum selbstbewusst so ein, wie es aus IHRER Sicht am sinnvollsten ist. Das Ignorieren vorheriger Absprachen vermittelt Standing und Selbstwert!

  6. Demonstrieren Sie Weltläufigkeit! Beantworten Sie jeden Seminarleiter-Wunsch mit den Worten „Kein Problem!“ – und vertrauen Sie auf das kölsche Sprichwort „Et hätt noch immer jot jejange!“

  7. Kümmern Sie sich um das leibliche Wohl der  wwwebmeister - Fotolia.com-33399637Seminarteilnehmer: Ermuntern Sie den Gastronomen in Ihrem Hause, jederzeit und ohne falsche Scheu den Tagungsraum zu betreten – das gibt dem Seminarleiter die Chance zu beweisen, dass er auch mit unvorhergesehenen Störungen 
souverän umzugehen weiß!

  8. Ein Wort ist ein Wort! Auf Absprachen mit Ihnen kann man sich verlassen; auch und gerade am Seminartag selber – reagieren Sie wahlweise mit dem Satz „Wie, EIN Teilnehmer mehr? Das geht jetzt nicht mehr!“ oder „Wie, ein Teilnehmer WENIGER? Den muss ich Ihnen aber trotzdem berechnen!“

  9. Wer Ihr Lächeln will, darf es sich verdienen!

  10. Pflegen Sie konsequent das Verursacherprinzip: Prüfen Sie niemals, wirklich niemals, ob Stühle und Tische noch intakt und stabil sind – schließlich haben Sie sie ja auch nicht kaputt gemacht!


Diese Top-10-Liste als PDF-Download

 

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Viele Türen. Ein Roter Faden.

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Die meisten wissen inzwischen, dass man sich gar nicht so viele Gedanken machen braucht, hinter welcher Tür das Glück wartet. Stattdessen geht es darum, einfach loszugehen, denn…

…der Rote Faden Deines Lebens wartet nie vergebens!

Einzelcoaching, Männercoaching, Teamcoaching, Training, Vorträge... Wofür Du Dich auch entscheidest: Erkenne Deinen Wert! Das ist der Kern. Hier findest Du Deinen Roten Faden.

Einzelcoaching:

  • Entscheidungen, Konfliktberatung, Persönlichkeitsentwicklung
  • Macht, Führung, Kommunikation
  • Lebenssinn und (Berufs-) Zielfindung

Männercoaching:

  • Männercoaching als Tanz auf dem Vulkan: Frauen, Väter, Sex und Beruf
  • Weiblichkeit zwischen Karriere und Hingabe – aus Männercoach-Sicht

Training:

  • Stimme und Körpersprache, Auftreten und Präsentieren
  • Status, Ausstrahlung und Durchsetzungsvermögen Mopic - Fotolia.com-40576835

Teamcoaching:

  • Rückblick, Status Quo und neue Perspektiven
  • Potenziale, Feedback und Zusammenarbeit

Vorträge:

  • Über Männer, über Frauen: Karriere, Familie, Lust und Ideale
  • Selbstmarketing und souveränes Auftreten

 und

Offene Seminare:

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Zwischen allen Stühlen – Männer sind was Wunderbares

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Männer müssen regelmäßig unter sich sein. Wenn Sie dabei über mehr reden wollen als Ihr Auto, Ihr Haus, Ihre Yacht, lade ich Sie ein zu einem Tag echten Männercoaching.

skyscraper-maennerIn diesem Seminar exklusiv für Männer bekommen Sie:

  • Neue Erkenntnisse über Machos, Softies und die bessere Alternative
  • Wegweiser für die Kultivierung kraftvoller Männlichkeit und besseren Sex
  • Wichtige Fakten, wie viel Väter für Ihre Jungs bedeuten und warum
  • Ideen, wie Sie mit Ihrem Vater aktiv ins Reine kommen
  • Ein Bewusstsein für erfolgreiche Kommunikation mit Ihrer Partnerin

Manche Männer reden nicht gerne über Gefühle und manche sind sehr gefühlig.
Manche sind unsicher, und viele sind wütend. Willkommen sind Sie, wenn Sie...

  • …mehr wissen wollen als die Ratgeberspalten der Männermagazine bieten
  • …den Mut haben, ehrliches Feedback von Mann zu Mann zu nehmen
  • …keinen Bock mehr auf nervenden Geschlechterkampf haben

Sie haben 2 Möglichkeiten – suchen Sie sich jetzt die beste für Sie aus:

jetzt-buchenIntensiv-Seminar
Sonntag, 30. November 2014
Dauer 10-18 Uhr
Alanus-Hochschule Alfter (zwischen Köln und Bonn)
Der Teilnahmebeitrag beträgt 390,00 Euro zzgl. 19% MWSt. 

Schnupper-Workshop
Donnerstag, 5. Juni 2014, 9-10 Uhr
Dienstag, 23. September, 19-20 Uhr
Eventkapelle Köln, Dürener Straße 458, 50858 Köln
Der Teilnahmebeitrag beträgt 20,00 Euro zzgl. 19% MWSt.

Zur Anmeldung

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Uli Hoeneß als Steigbügel eines wert-vollen Neuanfangs

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Der Fall des Uli Hoeneß bringt seine Betrachter in eine ungeahnte Konfrontation mit der eigenen Wertehierarchie – und zwar mit der persönlichen also auch mit der unserer Gesellschaft.

Hier wird ein Mensch aus der Mitte der Gesellschaft verbannt, weil er sich am finanziellen Gemeinwohl vergriffen hat. Dass eine Gemeinschaft unsozialem Verhalten Grenzen setzt, setzen muss, braucht nicht weiter diskutiert zu werden. Was aber plötzlich aufstößt, ist die Frage, ob jahrelanges Wegsperren wirklich immer eine sinnvolle Konsequenz darstellt.

hoeness-portraitIch kann mich nicht daran erinnern, dass jemals auf so breiter Basis darüber öffentlich medial diskutiert worden wäre, was es für einen Menschen (und dessen Freunde und Familie) bedeutet, aus einem gefestigten, sozialen und familiären Umfeld herausgerissen und eingesperrt zu werden.

Plötzlich scheint auch den hämischen Richtern der Kommentarspalten mulmig zu werden, denn hier wird ja kein Gewaltverbrecher und kein Pädophiler mit dem Entzug von Freiheit bestraft sondern einer aus der breiten Mitte. Einer, der (erfolg-) reicher ist als die meisten – sicherlich – aber letztlich einer von uns – ein Wurstfabrikant und Fußballfan.

Wenn ich zwischen den Zeilen der bulimischen Berichterstattung lese, entsteht in mir der Eindruck eines gruselnden Unwohlseins: Ist es wirklich immer in Ordnung, wie wir als Gesellschaft mit Mitgliedern unserer Gesellschaft umgehen, die sich nicht an die Regeln halten? Oder ist es dringend an der Zeit, unsere Werte und die Sanktionierungen der Werteverstöße neu zu ordnen?

* * *

Uli Hoeneß hält uns einen Spiegel vor: Unser Wirtschaftssystem – und damit in großen Teilen auch unser gesamtes gesellschaftlich-moralisches System – basiert auf zwei Begriffen: Gier und Mangel.

 Artistan - Fotolia.com 58293644Nur, wenn in unseren Köpfen der Gedanke vorherrscht, dass wir zu wenig haben und nicht gut genug sind, können wir konstant unsere Rolle als Konsumenten einnehmen und tätig ausfüllen. Die permanente Überzeugung, materiell und finanziell im Defizit zu sein, schürt die Gier, die es braucht, noch mehr Überstunden zu fordern und zu machen und noch mehr Schlupflöcher zu suchen, den eigenen Besitz vor dem Zugriff des Gemeinwohls zu bewahren.

Eine Gesellschaft, die ganz grundsätzlich und voller Dankbarkeit der Überzeugung wäre, dass immer genug für alle da ist, spürt keine Gier und keinen Mangel – und wird deshalb auch mehr Energie dafür aufwenden zufrieden die Fülle zu genießen als süchtig und ohne Rücksicht auf sich selbst und andere Raubbau an Leib und Leben und Gesundheit zu betreiben.

Genau das ist ja der tiefere Grund, warum Initiativen wie das Bedingungslose Grundeinkommen so argwöhnisch betrachtet werden: Neben praktischen Fragen der tauglichen Durchführbarkeit geht es in dieser Diskussion um die Angst, dass die Basis unseres Zusammenlebens wegbrechen könnte!

* * *

Uli Hoeneß hat Mist gebaut und darf jetzt die Verantwortung dafür übernehmen. Und wir dürfen ihm dankbar sein, dass er sich als unser aller Spiegel zur Verfügung stellt.

Vielleicht können wir das Erschrecken, das uns aus dem Spiegel entgegen blickt, nutzen, als Gemeinschaft unsere Werte zu verschieben – für ein Zusammenleben, in dem nicht persönliche Bereicherung am besten bezahlt und geschicktes Austricksen des Finanzamts am lautesten gelobt werden sondern das eine Lebenseinstellung feiert, in der Werte wie Fülle und Dankbarkeit, Sorge und Pflege, Selbst- und Nächstenliebe ihren ersten Platz haben.

Eine solche wert-volle Neuorientierung wird Uli Hoeneß nicht beabsichtigt haben mit seinen Zockereien – aber wir könnten die Konsequenzen seines Zockens dafür sinnstiftend nutzen. Wenn wir es uns wirklich wert sind.

 

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Bildnachweis:

Grafik im Header: © XtravaganT - Fotolia.com

Briefmarke im Header: By uploaded by R. Engelhardt (talk | contribs | Gallery) (German Wikipedia) [Public domain], via Wikimedia Commons

Portrait Uli Hoeneß: By Harald Bischoff (Own work) [CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons

Cartoon: © Artistan - Fotolia.com

 

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Erfolgreiche Kommunikation: Erst mal Status, dann lange nichts...

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In unseren softskilligen Zeiten kommt vielen das Bewusstsein dafür abhanden, worum es in der Kommunikation im Beruf immer auch – und oft als erstes und vor allem – geht: Status.

Status meint nicht nur den Mittelklassedienstwagen oder das verglaste Einzeleckbüro. Status meint auch die Aussage darüber, wer im Raum was zu sagen hat. Auf wen man hört, und wen man überhört. Wer in den Lead geht, und wer als Arbeitsbiene unbefördert bleibt.

 GiZGRAPHICS-Fotolia-36402398Statusorientiert zu kommunizieren ist ein Spiel mit klaren Regeln: Fokus auf den Ranghöchsten am Tisch, auf den Punkt sprechen, nicht alles persönlich nehmen und manches mehr.

Besonders deutlich wird dieses Spiel, wenn Menschen mitreden wollen, denen dieses Statusspiel am Hintern vorbei geht. Die wundern sich dann über das Paviangehabe und ärgern sich darüber, dass sie mit ihren Vorschlägen nicht durchkommen.

Welche Signale Hoch- und Tiefstatus ausdrücken und welche Rolle Stimme und Körpersprache dabei spielen, erfahren Sie vom 3.-4. April in Alfter bei Bonn. Zwei Seminartage in kleiner Gruppe mit jeder Menge professionellem Feedback, Tipps für die Praxis und pragmatischen Übungen.

Infos und Anmeldung hier

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Grafiken: © GiZGRAPHICS-Fotolia.com

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Frauen – Lust und Verlangen und Sex. Neue Erkenntnisse!?

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lust

Der amerikanische Journalist Daniel Bergner hat sie gerade unter dem Titel „Die versteckte Lust der Frauen“ in den deutschen Buchhandel gebracht – fast zeitgleich mit der Originalausgabe zog der Psychologie-Professor Noam Shpancer nach und schreibt über neue Erkenntnisse zu einer Frage, das schon Sigmund Freud verzweifeln ließ.

Was macht Frauen wirklich Lust? Brauchen sie wirklich vor allem Treue und Romantik, um Sex genießen zu können? Sind sie wirklich so „brav“?

Wenn man den neuen Studien und Untersuchungen Glauben schenken darf, sieht das offenbar auch ganz anders aus – Zitat aus Psychology Today:

„Female desire (...) is activated when a woman feels overwhelmingly desired, not rationally considered. Female erotic literature, including all those shades of gray, is built on this fantasy. Sexual desire in this view does not work according to our expectations and social values. Desire seeks the path of desire, not the path of righteousness. It thrives not on social order but on its negation. This is one reason all religions and societies try to control, contain, limit and re-direct it.“

Bergner berichtet in seinem Buch von Versuchen, die darauf schließen lassen, dass (wohl die meisten) Frauen sehr viel wilder, direkter und polygamer leben würden, wenn gesellschaftliche Normen und patriarchale Abwertungen und Unterdrückungen sie nicht daran hindern würden.

piai - FotoliaIm Grunde ist es wohl ganz einfach: Das Männliche gibt Richtung und will das Objekt seiner Begierde zu lustvoller Ekstase verführen – das Weibliche will überwältigt werden und sich ekstatisch in die eigene Lust verströmen.

Und wenn wir das jetzt hinbekommen ohne uns zu schämen, ohne vom Ego zerfressen zu werden, ohne uns moralinsauer selbst zu beschneiden, ohne zu zicken und ohne zu vergewaltigen – dann leben wir wohl im Paradies...

Und wären beide bereit für den nächsten Schritt spiritueller Transformation:
In Freiheit und Hingabe in die Liebe zu verschmelzen.

 

„Die versteckte Lust der Frauen“ (Knaus Verlag)

"What Do Women Really Want? New research challenges old ideas about female sexual desire" (Psychology Today)

 

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Männer sind von der Erde. Frauen auch.

Männer führen, Frauen folgen !?!?

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Studie: Wie Männer glücklich werden

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 Andrew Lever - Fotolia.com

Für den Suchbegriff „Glück“ bietet Google 25 Millionen Links und Amazon 62.000 Produkte. Kohorten von Trainern, Gurus und Ratgebern versprechen erfolgreiche Unterweisung beim Projekt Glückliches Leben. In dieser überbordenden Fülle sticht eine Studie heraus.

 Yuri Arcurs - Fotolia.com 33434961Die Harvard Grant Study of Adult Development begleitet seit 1938 über 200 Männer in ihren Lebensläufen und untersucht, ob und welche Parameter sich heraus schälen lassen, die ein glückliches Leben bedingen.

Das Ergebnis: Es gibt nicht die Top Ten der Glückskekse, die man einfach nur zu nehmen braucht und schon ist alles in Butter – aber es gibt mehr als deutliche Erkenntnisse, welche Richtungen zielführend sind und welche nicht.

Die Basis für alles ist eindeutig: Jungen, die in einer Beziehung zu Vater und Mutter aufwachsen, die von Warmherzigkeit geprägt ist, erleben als erwachsene Männer signifikant häufiger Gesundheit, Freude, Freunde, beruflichen Erfolg, Wohlstand, Gelassenheit und mentale Kompetenz als ihre Altersgenossen, die in einem kaltherzigen Elternhaus aufwachsen.

Erwachsene Männer schließlich tun gut daran, zu lieben und sich selbst zu lieben:

  • Sich dem eigenen Herzen öffnen
  • Sich wirklich akzeptieren
  • Nähe zulassen und einfühlsame Beziehungen pflegen
  • Sich in Vergebung üben
  • Mehr geben als nehmen
  • Impulskontrolle trainieren, also das richtige Maß finden und nicht nach sofortiger Triebbefriedigung streben

Die bewusste Verdrängung und Sublimierung kurzfristiger Wünsche, Triebe und Gefühle scheint eine sehr sinnvolle Strategie beim Versuch langfristig ein glückliches Leben zu führen. Dazu zwei Zitate des Studienleiters George E. Vaillant:

Fotolia auremar-41203357 "Das kurze Glück ist das Geschwisterchen der Lust. Lust jedoch veranlasst zur Suche, ist selbstbezogen und birgt die Gefahr der Abhängigkeit. Aber jede Sucht ist immer ein Abgrund. Beim wahren Glück geht es um langfristiges Wohlbefinden, nicht um die Befriedigung von impulsiven Wünschen. Es stimmt also, wir sind für Abhängigkeiten anfälliger, wenn wir jünger sind. Insofern ist Reife wichtig.“ (Quelle)

„The healthiest, or ‚mature’, adaptations include altruism, humor, anticipation (looking ahead and planning for future discomfort), suppression (a conscious decision to postpone attention to an impulse or conflict, to be addressed in good time), and sublimation (finding outlets for feelings, like putting aggression into sport, or lust into courtship). (...) ‚Much of what is labeled mental illness,’ Vaillant writes, ‚simply reflects our unwise deployment of defense mechanisms. If we use defenses well, we are deemed mentally healthy, conscientious, funny, creative, and altruistic. If we use them badly, the psychiatrist diagnoses us ill, our neighbors label us unpleasant, and society brands us immoral.’” (Quelle)

Wer als Mann ein glückliches Leben führen möchte, braucht also vom ersten Atemzug an weibliche und männliche Menschen um sich, die ihn als Kind mit aller Liebe und Warmherzigkeit annehmen und ihn lehren mit inneren und äußeren Konflikten später mal reif und erwachsen umzugehen.

Alles andere, was das Leben angenehm macht – Geld, Status, Einfluss usw. – kann dabei unterstützen, scheint aber nicht wirklich maßgebend für ein glückliches Leben. Was dagegen definitiv schadet, sind Kaltherzigkeit der Eltern, Erkrankung an Alkoholismus, Depression oder Psychosen sowie Tod eines Kindes/Ehepartners oder die Heirat mit dem falschen Menschen.

Sieht also doch nach einer Top-Ten-Liste aus, oder nicht?

 georgemuresan - FotoliaNur bedingt. Die Richtung scheint klar, aber die konkrete Ausgestaltung steckt voller Möglichkeiten, Fragen und Überraschungen: Was heißt es denn genau, sich selbst zu lieben? Wann ist der richtige Zeitpunkt Unrecht zu verzeihen, und wann würde man sich damit in die eigene Tasche lügen? Wie viel Altruismus ist gesund, und wann lässt man sich ausbeuten? An welcher Stelle ist es sinnvoller Triebe auszuleben statt zu transformieren? Und so weiter und so fort.

Diese und ähnliche Fragen bilden die Startlinie für sinnvolle und sinnstiftende Persönlichkeitsentwicklung für Männer.

Warum eigentlich nur für Männer, mögen Sie fragen. Weil die Grant-Studie nur Männer untersucht (hat). Eine entsprechende Studie mit Frauen steht noch aus, und es wird spannend sein zu erfahren, wie viel Gemeinsamkeiten und wie viel Unterschiede es beim Thema Glückssuche zwischen den Geschlechtern gibt.

Offenes Seminar:

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Fotos (außer Buchtitel und Banner): © Fotolia.com

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Morphische Felder in Coaching und Training

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imfeld

SAVE THE DATE: In der nächsten Ausgabe des Fachmagazins "Kommunikation & Seminar" erscheint ein ausführlicher Beitrag von mir zum Thema Lesen im Morphischen Feld.

Ich habe MFL® bei Kurt Zyprian Hörmann gelernt und nutze es seitdem mit wachsendem Erfolg als Coach, Trainer und Redner. Es ermöglicht eine mir bis dahin ungekannte Tiefe der Selbsterkenntnis und des Kontakts mit Klienten und Gruppen.

Wer nicht bis April warten mag, ruft mich einfach mal an, um einen Termin zum Lesen zu vereinbaren oder stöbert durch die folgenden Bücher:

  • Rupert Sheldrake
    „Das Gedächtnis der Natur – Das Geheimnis der Entstehung der Formen“
  • Robert Dilts / Judith Delozier / Deborah Bacon Dilts
    „NLP II – Die neue Generation“  / Buchbesprechung in diesem Blog
  • Kurt Zyprian Hörmann
    „Fühlen ist klüger als Denken! Mit Intuition die richtigen Entscheidungen treffen“

Website "Kommunikation & Seminar"

 

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FOM Frauen Forum - Vortrag

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Am 22. Februar halte ich auf dem 2. Kölner FOM Frauen Forum einen Vortrag mit dem Titel "Männer sind was Wunderbares – neue Einblicke für Frauen in die Männerpsyche". Hier der Pressetext dazu:

Vor 50 Jahren haben Frauen begonnen, mit Nachdruck ihren Teil des Karrierekuchens einzufordern – heute sind sie selbstverständlicher Teil des Berufslebens und immer öfter besser ausgebildet als ihre männlichen Konkurrenten.

Genauso wie Männer sich mit ihrem Bild von Frau und Weiblichkeit auseinander setzen mussten und müssen, ist es für Frauen hilfreich herauszufinden wie Männer ticken, um eine angemessene und zeitgemäße Haltung in Bezug auf Männer zu kultivieren.

olly 50820196Die zahllosen Karriereratgeber bleiben gerne auf der Ebene der Tricks und Tipps wie „böse Mädchen“ in der Arbeitswelt bekommen, was sie wollen – und oft prägen noch trennende Gender-Debatten den wütenden Diskurs der Geschlechter. Die Zukunft aber braucht Männer und Frauen, die die Welt gemeinsam gestalten – zu Hause und im Büro.

Der Vortrag von Harald Berenfänger wirft daher einen Blick auf Männer und die Entwicklung von Männlichkeit, der davon geprägt ist, echtes Verstehen zu ermöglichen. Der bekannte Männercoach lädt seine Zuhörerinnen ein, neugierig und wertschätzend auf die Hälfte der Menschheit zu schauen, die der anderen Hälfte oft seltsam und eigenartig vorkommt:

  • Männer besitzen das gleiche umfangreiche Portfolio von Gefühlen wie Frauen – und sind bisweilen gut trainiert, diesen Schatz zu verstecken.
  • Männer wollen und sollen cool sein – und ignorieren Aspekte, die sie als vermeintlich weiblich identifiziert haben.
  • Männer brauchen starke Männer als Vorbilder und Mentoren, damit sie selbst und die Frauen einen guten Platz im Business finden.

Zur FOM-Website

Zitate und Literaturtipps zum Thema (PDF)

 

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Fotos oben und mitte: © Fotolia.com

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