„Das jetzt auch noch!? Ausgerechnet in Zeiten, in denen eh schon alles eine Zumutung ist!?“ Die Augen der Klient*innen und Seminarteilnehmer*innen sprechen Bände…
Ja, du hast verdammt recht, denke ich. Die Zeiten sind krass, und immer öfter mag man sich einfach nur noch verkriechen. Den Newsfeed ausschalten und sinnlose Reels und entspannte Serien gucken.
Natürlich!
Immer mehr von uns haben gerade den Eindruck, vom Leben betrogen zu werden. Man gibt sein Bestes; im Job, in der Beziehung, in der Familie. Beim Sport, in der Gesundheit, bei der Altersplanung, in der Sorgearbeit.
Und dann knallen Einschläge rein, für die man nichts kann und die man sich weiß Gott nicht gewünscht hat.
Verlockend, dann nach Schuldigen zu rufen: Die Politiker, die Ausländer, die Muslime… Ja, das tut für eine Zehntelsekunde gut, aber danach ist alles wie vorher – nur der Frust, der ist noch größer als vorher.
Wir sind aufgewachsen mit dem Vertrauen: das wird schon alles! Mal gehts rauf, mal gehts runter, aber am Ende wird es mir und meinen Kindern besser gehen. Und jetzt? Krieg, Klimawandel, Wirtschaftskrise, Rentenangst, Geschlechter-Wirrwarr.
- Kann ich mir morgen noch den Arzt leisten? Die Heizung, die Krankheit, die Wohnung, die studierenden Kinder?
- Werde ich morgen noch Karriere machen?
- Muss ich morgen Insolvenz anmelden?
Viele von uns erfahren gerade die Zumutung, dass man sein Bestes geben und trotzdem abrauschen kann. Für die meisten in diesem Land eine völlig neue Erfahrung – und eine ängstigende und empörende Zumutung.
Und dann komme ich und werbe damit, dass ich eine Zumutung sei!?
Warum? Wozu?
Ich mache jetzt seit 30 Jahren professionelle Persönlichkeitsentwicklung (Coaching, Therapie, Seminare, Herzensarbeit, Aufstellung, Performance, Leadership, Tantra und Sexualbildung, Paar-Arbeit und vieles mehr) – und seit gut 15 Jahren bin ich selbst Anbieter von Weiterentwicklung: für Führungskräfte, für Unternehmer, für Angestellte, für Männer, für Frauen.
Ich stelle Räume zur Verfügung, in denen man wachsen kann: im Außen (Souveränität, Stimme, Körpersprache, Rhetorik…), im Innen (Umgang mit mentalen Blockaden, Mut fassen, Selbstwert steigern, den eigenen Dämonen ins Gesicht sehen und Wunden heilen lassen).
In all den Jahren mache ich dabei immer dieselbe Erfahrung:
Je schwieriger es ist, desto mehr braucht man jemanden an der Seite („jeder braucht einen Bären“), der oder die den Mut hat, sich zuzumuten. Wege an der Grenze zur Überforderung anzubieten. Liebevoll zu halten, liebevoll zu provozieren. Klar zu sagen, was ist. Voller Respekt zu schweigen.
- Ich habe Coaches und Therapeut*innen erlebt, die Angst hatten. Vor mir, vor der Auseinandersetzung mit meinen Themen, vor dem Unwägbaren. Diese Begegnungen waren stets für die Katz und rausgeschmissenes Geld.
- Ich habe Klient*innen und Teilnehmer*innen erlebt, die schlimme Kindheiten mitbringen, Gewalt und Vergewaltigung erlebt haben, unter psychischen Erkrankungen leiden, brutale Lebenseinschnitte kennen oder mit abwesenden Vätern, ablehnenden Müttern oder verachtenden Therapeut*innen ringen.
Weiter kam ich in meinem Leben nur dort, wo jemand an mich glaubte und mir zumutete, selbst an mich zu glauben, auch wenn ich mich gerade klein und schwach fühlte. – Weiter kamen meine Kunden nur dort, wo sie leibhaftig spürten, dass sie willkommen und ok waren und in mir eine Wegbegleiterin fanden, die genug Mut für uns beide hatte.
Das war, das ist anstrengend. Für alle.
Ich sehe mich in meiner Arbeit als Coach als Diener, Führer und Hüter. Voller Liebe und Respekt für die Menschen, die sich mir anvertrauen. Voller Überzeugung, dass ich nicht das Recht habe, sie in Watte zu packen. In dem festen Wissen, dass sie viel mehr halten können, als sie meinen.
Zurück zur krassen Gegenwart: Je schwerer die Zeiten, desto größer die Zumutung, die notwendig ist, um die Not zu wenden. Damit es besser wird. Und besser werden heißt nicht immer gleich, riesige Schritte zu machen. Es wird schon besser, wenn man den Mut fasst, überhaupt mal hinzuschauen; überhaupt mal drüber zu sprechen und dabei die Entdeckung zu machen, dass gar nichts Schlimmes passiert, wenn man mutig die Zumutung wählt.
Meine Versprechen für dich, für Sie:
- Es geht nicht um mein Tempo, sondern um deines! Du bestimmst, wie schnell du mit mir gehst, wie tief und wie weit. Ich bringe mich mit Haut und Haar ein, aber es geht nie um mich.
- Ich werde mich niemals ausruhen, sondern in jeder Sekunde unseres gemeinsamen Weges nach dem Hebel suchen, der für dich oder dein Team jetzt den größten Impact hat.
- Ich ignoriere nicht, wie schwer es dir fällt, und doch mute ich dir zu, Hebel in Betracht zu ziehen, durch die du alles in deinem Leben ansehen, benennen, mitnehmen kannst. Denn nur so wird es dir besser gehen. Nur so wirst du mehr Erfolg haben.
- Ich werde niemals zu bequem, zu feige oder zu verbohrt sein, auf die Zumutung zu verzichten, dir neue Möglichkeiten anzubieten. Auch auf die Gefahr hin, dass dich das im ersten Moment irritiert.
In diesem Sinne bin ich eine Provokation und eine Zumutung.
Deine Zumutung?








